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Lage und Geographie
Barbados ist der
Inselgruppe der Kleinen Antillen östlich vorgelagert und liegt etwa 13
Grad nördlich des Äquators. Es ist die östlichste Insel der Karibik. Im
Osten wird es vom Atlantik, im Westen von der Karibischen See umgeben.
Die
Insel ist mit Ausdehnungen von maximal 25 mal 35 Kilometern recht
klein; mit dem Auto lässt sie sich in einer Stunde durchqueren.
Trotzdem bietet sie abwechslungsreiche Landschaften - entgegen der
öfter geäußerten Behauptung, Barbados sei völlig flach, steigt es von
der Westküste ausgehend langsam ins Landesinnere an, um dann schroff
nach Osten hin abzufallen. Die höchste Erhebung, der Mount Hillaby, ist
336 Meter hoch.
Die Küsten unterscheiden sich sehr
stark. Im Westen liegen die wunderschönen, flachen Sandstrände der
sanften Karibischen See. Hier reihen sich viele schöne Hotelanlagen
aneinander.
Die Nordspitze, wo Karibik und Atlantik
aufeinandertreffen, ist sturmumtost und rauh. An hohen Klippen bricht
sich die Brandung spektakulär.
Die Ostküste, wo die Hügel ins
Meer hinabreichen, ist landschaftlich sehr schön. Die hohen Wellen
stellen ein Paradies für Surfer dar, allerdings ist Schwimmen hier an
vielen Stellen wegen der starken Unterströmung lebensgefährlich, worauf
unzählige Warnschilder hinweisen. Einige schöne sandige Buchten gibt es
jedoch. Hier existieren sehr wenige Hotels sowie einige Häuser, in
denen Apartments vermietet werden.
Die Südküste wiederum ist
sowohl für das Schwimmen als auch für den Wassersport geeignet. Die
Brandung ist hier schwächer, und es gibt schöne Strände mit einigen
Hotels.
Im Gegensatz zu fast allen anderen karibischen Inseln
ist Barbados nicht vulkanischen Ursprungs. Der Untergrund der Insel
besteht aus Korallen, die das Regenwasser so gut filtern, dass das
Trinkwasser eine ausgezeichnete Qualität hat und bedenkenlos getrunken
werden kann.
Die Hauptstadt Bridgetown liegt im Südwesten von
Barbados; hier lebt etwa ein Drittel der Bevölkerung. Aber auch fast
der gesamte Rest des Landes ist sehr dicht besiedelt. Wenn man die
Küstenstraße im Westen entlang fährt, verlässt man eigentlich nie
besiedeltes Gebiet - die Ortschaften gehen nahtlos ineinander über. Nur
im Landesinneren und zum Norden hin finden sich weniger bevölkerte
Gebiete, in denen nach wie vor weithin Zuckerrohr angepflanzt wird.
Durch die zurückgehende Zuckerproduktion sind etliche ehemalige
Plantagenflächen aufgegeben worden und werden nun als günstiges Bauland
verkauft.
Die verbreitetste Art an Häusern sind die
sogenannten Chattel Houses. Ihre Bauweise rührt noch aus der Zeit her,
als Plantagenarbeiter auf dem Grund und Boden ihres Arbeitgebers
lebten. Bei einem Arbeitgeberwechsel mussten sie mit ihrer gesamten
Habe den Standort wechseln. Die kleinen Chattel Houses waren so
konstruiert, dass sie innerhalb eines Tages ab- und an anderer Stelle
wieder aufgebaut werden konnten. Lebte man länger an einem Ort und
vergrößerte sich die Familie, waren die Häuser durch Anbau leicht zu
erweitern.
Heutzutage baut man in Barbados Häuser aus Kalkstein,
schon weil dieser im Land gewonnen werden kann und ein erheblich
billigeres Baumaterial als das mittlerweile kostspielige Importholz
darstellt. Die Steinhäuser können zudem komfortabler und - wegen der
niedrigen Preise von Bauland auf früheren Plantagen - größer angelegt
werden.
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