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War der kleine Ort an der Südwestküste vor zwanzig Jahren noch ein Refugium mitteleuropäischer Hippies, die in den Felsenhöhlen oberhalb der Bucht von Matala lebten, schliefen, aßen und exkrementierten, so ist er heute ein Standardziel jedes Touristikunternehmens auf Kreta, das Tagesreisen vermarktet. Im Laufe des Vormittags beginnen die klimatisierten Reisebusse einzutreffen und ihre menschliche Ladung in das Dorf zu ergießen.
Da man den Kretern alles mögliche vorwerfen kann, nur nicht mangelnde Geschäftstüchtigkeit, hat Matala sich auf diesen Boom entsprechend eingestellt. Eine Taverne reiht sich an die andere, Leder- und Juweliergeschäfte wechseln sich ab, es werden "original" Stickdecken (made in Taiwan) verkauft und und und. Das Essen ist nicht besonders, der Service lieblos. Immerhin existiert ein recht gut sortierter Buchladen. Der Ort lebt nur noch und ausschließlich vom Tourismus.
Dabei hat Matala durchaus eine spektakuläre Aussicht Richtung Westen zu bieten, und der kleine Sandstrand ist schön. Unsere Empfehlung lautet jedoch, daß Matala nur morgens und abends erträglich ist, d.h. vor bzw. nach der Invasion der Reisebusse.
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